Bärlauch – Knoblauchgeschmack in „Grün“

Bärlauch – das Küchencomeback
Lange Zeit aus den Speisekarten verbannt, feiert das Frühlingsgemüse heute wieder ein Comeback auf unserem Speiseplan. Bärlauch ist der kleine Bruder des Knoblauchs. Wild wachsend findet man ihn in Wäldern an schattigen Stellen, an denen es stark nach Knoblauch duftet. Aber Achtung – er ist leicht zu verwechseln mit Maiglöckchen und der Herbstzeitlosen, die gerne auch genau an diesen Plätzen wachsen. Die Unterschiede sieht man aber an der Blattanordnung. Während beim Bärlauch die Blätter einzeln aus dem Stengel wachsen, sind sie bei den anderen beiden Pflanzen paarweise angeordnet und umfassen den Stengel. Am sichersten pflückt man die blühenden Pflanzen, da sich die Blüten sehr unterscheiden. Der Bärlauch hat eine aufrecht stehende Blüte, das Maiglöckchen, wie der Name schon sagt, mehrere glockenförmige kleine herunterhängende Blüten an einer Rispe und die Herbstzeitlose blüht um die Frühlingszeit noch gar nicht.
Einige tödliche Verwechslungen soll es schon mit dem Aronstab gegeben haben, aber wenn man auf die Blattadern achtet, die beim Aronstab unregelmäßig verlaufen und nicht parallelnervig, wie beim Bärlauch, sollte es nicht zu dieser Verwechslung kommen.
Außerdem hat nur der Bärlauch diesen unverwechselbaren Knoblauchgeruch.
Davon abgesehen ist es sinnvoller, gezüchteten Bärlauch aus der Gärtnerei oder vom Markt zu kaufen, da Sie dann sicher sein können, dass keine Wildbestände gefährdet werden. Unsachgemäße Ernte kann die Pflanze schädigen und für die nachfolgende Periode am Wachstum hindern. Gekauft schmeckt der Bärlauch auf jeden Fall genauso lecker und Sie haben die Sicherheit, sich nicht zu vergiften.

Bärlauch_Best_Food_Ever
(„Ramsons 700“ von Lisa Carter – work of autor. Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons – http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Ramsons_700.jpg#/media/File:Ramsons_700.jpg)

Die Verwendung in der kalten Küche
Bärlauch hat eine sehr kurze Erntezeit von April bis Mai und sollte auch nach der Ernte oder dem Kauf schnell verarbeitet werden, da er sich nicht lange hält.
Weil er sich weniger zum Kochen eignet, da seine Blätter so empfindlich sind und beim Erhitzen schnell den Geschmack verlieren, wird er eher dem Salat hinzugefügt oder klein geschnitten in Quark oder Joghurt zubereitet.
Eine ganz besonders köstliche Variante ist die Mischung mit Frischkäse auf Vollkornbrot mit einigen Gurkenscheiben.
Auch gibt es Rezepte mit getrockneten Bärlauchblättern. Doch raten wir davon ab, sie selbst zu trocknen, wenn man dessen nicht kundig ist, da sich ansonsten schnell Schimmelpilze bilden können, die sehr gesundheitsschädlich sind.
Knoblauchbutter der sanfteren Art können Sie mit Bärlauch ebenfalls herstellen. Dazu werden die frischen Blätter klein geschnitten und in zimmerwarme Butter eingeknetet. Wenn Sie dazu noch frisch gebackenes Brot reichen, haben Sie den Beifall auf Ihrer Seite.

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